2007-09-17
graz vs. kapfenberg, es geht weiter ...
"Die Verlegung von Fachhochschul-Studiengänge
von Graz nach Kapfenberg wird es nicht geben. Nach der Sitzung der
Landesregierung hat SPÖ-Bildungslandesrätin Bettina Vollath am Montag
die politische Verantwortung übernommen." - steiermark.orf.at
2007-09-15
überaschung!
Gegen 21:00 Uhr am Donnerstag hatte die Menschenschlange vor dem Second Floor der Postgarage beängstigende Ausmaße angenommen. Wenn man die Dimensionen der Räumlichkeit kennt wohlgemerkt. Die einzig denkbare Frage: Wie zum Teufel sollen die da alle reinpassen? Getrixt oder auch nicht, sie passten. Sitzt, passt, hat Luft. Und Platz zum Tanzen war sogar auch noch.
So gegen späterer Stunde (Armbanduhren sind eindeutig uncool und Handys auch nur platzfressend) legten die Robocopse dann ein sehr sauberes Konzert mit eindeutig stimmungshebender Tendenz hin. Beherzt getanzt wurde vor allem bei der Zugabe, bei der meiner Meinung nach auch die besten Lieder ausgegraben wurden. Allerdings hat die Architektur der Postgarage ausgiebige Kletterpartien wie anno dazumal im "Dom im Berg" nicht zu gelassen. Schade eigentlich.
Resüme: Nett wars! Schweißtreibend auch!
2007-09-13
"Rettet die FH JOANNEUM"
- mit "Rettet die FH JOANNEUM" wurde ein eigenes Weblog zum Thema "Studien- und Standortkonzept" der FH Joanneum eingerichtet.
graz vs. kapfenberg, und so einiges mehr...
"Neues Studien- und Standortkonzept der FH JOANNEUM - Kernentscheidungen" - FH Joanneum
"Das neue "Studien- und Standortkonzept" der Fachhochschule Joanneum (FH) sollte eigentlich die Zukunft der Bildungsstätte sichern. Doch nach der Präsentation der Reformpläne erhob sich am Mittwoch an der FH ein Sturm der Entrüstung. Mehrere betroffene Studiengang-Leiter drohen offen mit Kündigung. Und bei Industriepartnern der FH wird über ein Ende der Zusammenarbeit nachgedacht." - Kleine Zeitung
"Wahre Brutalität: Graz gegen Kapfenberg" - Die Presse"Lehrende stellen Standort Kapfenberg infrage" und "FH Joanneum steht gröberer Umbau bevor" - steiermark.orf.at
"FH Joanneum-Umbau: Scharfe Kritik" - derstandard.at
"Ich unterrichte an zwei dieser Studiengänge. Ebenfalls beschlossen wurde, auf den geplanten und konzipierten Master-Studiengang 'Web Publishing und digitale Kommunikation' zu verzichten. Ich hebe mir Kommentare für etwas später auf, um nicht im Affekt zu schreiben." - lost&found (neben vielen anderen Texten zum Thema)
"Design in Kapfenber" - Metroblogging Graz
"rücker: 'vollath zerstört mutwillig studiengänge durch absiedelung aus graz'" - Die Grünen Steiermark
Auf der Homepage der Grünen Steiermark wurde zusätzlich unter dem Titel "!!!Nein!!! zum Standortwechsel" eine Unterschriften-Protestaktion gestartet.
2007-05-23
Veranstaltungstipp: LesBiSchwules-Tutorium
2007-03-15
Raumtemperatur: 36 Grad
Der Support von 2raumwohnung, Werle & Stankowski hatte es gestern Abend nicht leicht: „Ich weiß ja nicht, wie das bei euch in Österreich ist, aber bei uns stehen die Leute bei Konzerten normalerweise“, meinte einer der beiden Herren etwas irritiert. War wohl ein Wink mit dem Zaunpfahl, aber es brauchte dann noch einige Songs, bis sich die Masse aus ihren bequemen Schneidersitzen erhob. Als dann die Pause zwischen Werle & Stankowski und dem Hauptact 2raumwohnung gar lang wurde, war man geneigt, sich wieder niederzulassen.
Gott sei Dank kamen sie dann endlich, Inga, Tommy und die neu zusammengestellte Band. Cool, gelassen, entspannt – und mit acht Bildschirmen, die für die Visuals sorgen. Sehr gute Mischung, aber es dauerte, bis das Publikum auftaute. Bei „36 Grad“ wurde es erstmals spürbar wärmer, bei der Dance-Version von „Wir trafen uns in einem Garten“ endgültig heiß. Und „Freie Liebe“ verkündet das Duo immer noch glaubwürdig, auch wenn Inga eine etwas zwangsbeglückte Miss „Freie Liebe Graz“ kürte. Diese, Lena, durfte (oder musste) einen Song lang den Drummer abknutschen.
Auch sonst gab es keine Berührungsängste, Inga hauchte, Tommy grinste und das Publikum ließ sich aufs „Abenteuer Liebe“ gerne mitnehmen. Ein angenehmer, unaufgeregter Abend - und gelernt haben wir auch noch was bei der Sache: Nicht nur Inga kann säuseln, auch die Backgroundboys können es. Warum müssen auch immer alles die Frauen machen. Bleibt nur die Sorge um die Geschlechtsteile der beiden Burschen – aber dafür können „Bart“ und „Ohne-Bart“ synchron klatschen und schnippen.
2007-03-10
Transsilvanischer Frühling
In Sibiu herrscht Aufbruchsstimmung. Um die mittelalterlichen Gebäude ranken sich Baugerüste, im Zentrum hat gerade ein Jugendgästehaus eröffnet. Unter die einheimische Bevölkerung mischen sich Touristen mit Fotoapparaten und Stadtführern. Die Bank Austria hat eine Filiale in der Altstadt, nicht weit davon ist eine Raiffeisenbank.
Noch vor wenigen Jahren war die Innenstadt heruntergekommen, trostlose Plattenbauten aus der Zeit des Kommunismus umzingelten sie. Mit dem EU-Beitritt und dem Titel der Europäischen Kulturhauptstadt 2007 hat sich einiges verändert. So wie 2003 in Graz hat das Kulturhauptstadtjahr der Stadt einen immensen Entwicklungsschub gebracht. Heute ist Sibiu wieder sehenswert, immer öfter trauen sich auch Pauschaltouristen und Familien in das Herz Rumäniens.
Sibiu ist ein guter Ausgangspunkt für Touren durch das junge EU-Mitgliedsland. Und da bietet sich einiges an, auch für junge Reisende. Transsilvanien, oder auf Deutsch Siebenburgen, trägt deutlich die Spuren der Siebenbürger Sachsen, wer auf Draculas Spuren wandeln will, kann sein Schloss besuchen. Und auch nach Bukarest ist es nicht weit, dort steht das zweitgrößte Gebäude der Welt, der marmorne Volkspalast des größenwahnsinnigen Diktators Ceauşescu.
Im Osten, wo die Donau ins Schwarze Meer mündet, erstreckt sich ein Delta mit zahlreichen Inseln, die nur von einigen Fischern russischen Ursprungs bewohnt werden. Die Karpaten laden zum Wandern ein, vorausgesetzt man hat keine Angst vor Bären. Und gerade für junge Touristen wichtig: Hier liegen die Preise noch deutlich unter dem Niveau Österreichs.
Wer genug davon hat, durch die Gassen und Museen der Stadt zu streunen oder die Türme zu erklimmen, findet an jeder Ecke ein Cafe oder einen gemütlichen Weinkeller, ohne sich vor der Rechnung fürchten zu müssen. Campingplätze und Hostels sind ebenfalls preiswert.
Die Bewohner von Sibiu sind noch nicht verwöhnt von Touristenströmen und vielleicht deswegen durchwegs freundlich und hilfsbereit. Da kann es schon passieren, dass die Polizei verirrte Touristen mit Blaulicht heimgeleitet, anstatt sie um einige Euro zu erleichtern.
Mit Deutsch kommt man hier oft noch weiter als mit Englisch. 1910 hatte es noch 250 000 deutschsprachige Siebenbürger gegeben. Heute sind es lediglich 15 000, das Durchschnittsalter liegt bei 69.
Wer Rumänien in seiner Ursprünglichkeit bereisen will, bevor es von Touristenströmen und Mc Donalds besetzt wird, sollte sich beeilen. Noch sieht man Pferdefuhrwerke und traditionelle Bauerndörfer, noch ist man als Tourist ein Exot. Lange wird es nicht mehr dauern, bis auch große Reiseveranstalter den Reiz Transsilvaniens entdecken.
Anreise:
Von Wien aus gehen seit heuer mehrmals wöchentlich Flüge direkt nach Sibiu, Austrian Airlines fliegt ab ca. 440€ hin und retour.
Billiger ist es mit dem Auto. Von Graz aus fährt man am besten in mehreren Etappen, insgesamt ca 11 Stunden Fahrzeit. Ein InterRail Ticket kostet für die Zone H (Rumänien, Bulgarien, Mazedonien, Serbien&Montenegro) 195 €.
2007-03-09
"Gemma heit Match?"
Karmeliterplatz – Der Klassiker der Grazer Public-Viewing-Szene. Schon bei der WM 2006 wurden hier Spiele am laufenden Band präsentiert. Positiv: Das Publikum wird sowohl kulinarisch als auch getränketechnisch perfekt versorgt (soll heißen: Frankfurter mit Senf und Bier in Hülle und Fülle), die verschiedenen Sportwettzelte hinter dem Publikumsbereich tun ihr übriges. Was die Stimmung betrifft, merkt man nicht viel Unterschied zum Stadion – nicht ganz unschuldig daran waren 2006 die deutschen Studentenkollegen, die bei jedem Match ihres Teams für gehörig Wirbel sorgten. Ein weiterer Pluspunkt ist sicher, dass die Organisatoren auf die Erfahrungen des letzten Jahres zurückgreifen können und damit die Durchführung um einiges leichter fällt. Negativ hingegen ist die vergleichsweise geringe Zuschauerkapazität. Bei einem wirklichen Fußball-Leckerbissen sollte man schon ein paar Minuten früher vor Ort sein, um noch einen Platz zu ergattern. Das sollte aber halb so schlimm sein, denn mit dem einen oder anderen Bier kann man sich die Zeit gut vertreiben.
Hauptplatz – Der Grazer Hauptplatz wird oft für Großveranstaltungen hergenommen, wieso also nicht? Die Standl-Betreiber würden sich natürlich über ein gehöriges Umsatzplus freuen, aber auch die Fans dürften voll auf ihre Kosten kommen. Der größte Vorteil gegenüber allen anderen Alternativen ist natürlich die enorme Zuschauerkapazität – noch mehr Platz hätte das fußballbegeisterte Volk wohl nur mehr am Flughafen Thalerhof. Gute Stimmung sollte also allein schon wegen der Menge an Fans garantiert sein.
Mariahilfer Platz – Klein, aber fein lautet die Devise hinter dem Kunsthaus. Viele Fans hätten zwar nicht Platz, aber dafür wäre die Atmosphäre umso familiärer. Was zwar positiv für die Stimmung sein kann, wirkt sich aber negativ auf die Umsätze der Gastronomen aus: Weniger Fans bedeuten weniger Einnahmen und damit sinkt natürlich auch die Wahrscheinlichkeit, dass der Mariahilfer Platz tatsächlich Schauplatz einer Fußball-EM-Liveübertragung wird – dem Kapitalismus sei Dank.
Das sind natürlich nur drei von vielen Plätzen, an denen in Graz Vidiwalls aufgestellt werden können. Wo die Fans aber dann tatsächlich die Matches verfolgen können, liegt in den Händen der Stadtverwaltung. Nur eins ist so sicher wie der Papst katholisch: Das ist wahrscheinlich die erste und letzte Fußball-EM auf österreichischem Boden. Soll heißen: Wenn wir als Grazer schon nicht im Stadion sitzen können, sollte wenigstens Stimmung wie in einem Stadion herrschen – sei es nun am Karmeliter-, Haupt-, Mariahilfer-, Mehl- oder Glockenspiel Platz.
ORF-Artikel: http://steiermark.orf.at/stories/175249/
2007-03-07
Im kleinen, aber sehr feinen Rahmen
„The stars are underground“ – so lautet nicht nur ein Songtitel der „Frames“, die Phrase trifft auch ein bisschen auf die Situation der irischen Band zu, ist sie doch trotz jahrelanger Bühnenpräsenz noch immer ein Geheimtipp unter Liebhabern guter Musik. Aus diesem Grund spielten „The Frames“ im Grazer Orpheum auch nur vor ein paar hundert Leuten – aber immerhin, denn: „The last time we were here there were about five people…“, freute sich Frontman Glen Hansard über sein gewachsenes Publikum. Mit diesem trat der charismatische Entertainer auch während des gesamten Konzertes immer wieder in Kontakt. Neben erhörten Liederwünschen gaben die Fans nämlich tatsächlich den Takt vor. Da kann schon mal ein lautes „One, two, three, four!“ aus dem Publikum schallen, und die Band steigt darauf ein.
Immer auf Augenhöhe mit dem Publikum und ohne Starallüren lieferten „The Frames“ ein stimmungsvolles Konzert, das in dreierlei Hinsicht durch Balance glänzte: Bei dem ausgewogenen Verhältnis zwischen alten und neuen Songs und der Abwechslung zwischen Ruhigem und Tanzbarem kam jeder auf seine Rechnung. Dass es die Zugaben außerdem mindestens auf die Länge des eigentlichen Konzertes brachten, machte wohl alle Anwesenden glücklich. Nachdem die Band aber das dritte Mal wieder die Bühne betrat, stellte Glen Hansard klar: „Now this is definately our last fucking song!“ Es verwunderte allerdings nicht, dass sein Plan, das Publikum solle während des Schlussgesanges den Saal verlassen, nicht wirklich aufging – sehnsüchtig wurde versucht, auch noch die letzten Töne dieser wunderbaren Musik einzusaugen.
Ein Patzer passierte Glen Hansard aber doch: Als er versuchte, dem Publikum die richtige Tonlage für seinen Gesang zu erklären, erinnerten seine Gesten ein bisschen an den Hitler-Gruß. Aber gut, Nachhilfe in Geschichte können die Iren gerne bei ihrem nächsten Graz-Aufenthalt bekommen.
Wie kam das Puff nach Gries?
Charakteristisch sind in Gries vor allem die internationalen Bewohner
und eben die hohe Dichte von Rotlichtlokalen. Rund um den Griesplatz blühen Striptease-Bars und Nightclubs. Aber warum gerade Gries, das eigentlich mitten in der Stadt liegt? Wie kam Gries zu Puff und Ruf?
Was macht der moderne Bobo? Er schaut auf Wikipedia nach.
Über Gries erklärt es mir: "Wie Lend ist Gries ein Arbeiterbezirk,
in dem auch zahlreiche Ausländer wohnen. Die Griesgasse gilt als Zentrum bosnischer und türkischer Kultur in Graz..."
Wer jetzt denkt, das wäre die Lösung, liegt falsch. Wäre ja auch zu einfach gewesen. Fühlt euch ruhig ertappt.
Die Erklärung finden wir viel früher in der Geschichte:"Das Gebiet
um den Griesplatz ist traditionell ein wichtiger Standort der Nachtclubs
und zahlreicher anderer Etablissements zweifelhaften Rufes, begründet durch den Grieskai und die dadurch gegebene Nachfrage durch Binnenschiffer."
Sie nutzten in der Monarchie den Griesplatz als Verkehrsknotenpunkt
in Richtung Triest. Und nutzten wohl auch so manche andere Infrastruktur.
Waren mir noch nie geheuer, diese Mur-Binnenschiffer.
Siehe auch auf Wikipedia
2007-02-26
Diktatoren in der Kirche
Die Grazer Stadtpfarrkirche ist eines jener Gebäude, an denen man andauernd vorbei geht, aber nie hinein. Wer zwischen H&M und Humanic einen Abstecher in das Innere der Kirche macht, wird dort zwei gar nicht Heilige finden. Hitler und Mussolini strahlen von den bunten Fenstern.
Sie sind bei der Dornenkrönung Jesu anwesend, und werden so symbolisch für ihre Taten verurteilt. Gefertigt wurden die Fenster vom Künstler Alfred Birkie bei einer Renovierung der Kirche in den 70ern des letzten Jahrhunderts.
Während diese Darstellung in Graz kaum für Aufregung sorgt, hat man anderswo Probleme mit politisch umstrittenen Darstellungen.
In St. Pölten hängt seit einiger Zeit ein Bild von Dollfuß mit dem damaligen Bischof Memelauer wieder in einer Kirche. Offiziell um das "optisch sehr störende Missverhältnis" zwischen dem erst 1960 aufgestellten Hauptaltar und dem Kirchenraum zu beheben. Jetzt befasst sich schon Bischof Küng mit der umstrittenen Darstellung.
Link zum Artikel über das Dollfußbild in St. Pölten: http://derstandard.at/?url=/?id=2726193%26sap=2%26_pid=5908868
Wohin in Graz?
Kulturstätten sind nicht nur Ausstellungsräume. Zu finden sind alle Orte, an denen Kunst und Kultur produziert und präsentiert werden kann. Zwischen 15m2 und 4400m2 (Vorplatz des Schloss Eggenberg) ist alles zu finden auf kultur.raum.graz. Neben Fassungsvermögen und technischer Ausstattung finden Interessierte Kontaktinformationen sowie Informationen zu Verkehrsanbindung und barrierefreiem Zugang.
Das Teilprojekt eines Integrierten Kulturstättenkonzept für Graz schafft mit einer umfassenden Datenbank die Vernetzung zwischen Interessierten und Anbietern. Der geeignete Ort kann nach Lage, Raumtyp, Nutzung und vielen anderen Kriterien gesucht werden. Zusätzlich werden alle Räumlichkeiten auf einem Stadtplan angezeigt.
Um einen gewissen Qualitätsstandard gewährleisten werden alle Angaben vom Kulturamt der Stadt Graz geprüft, bevor sie online gehen.
Also schnell auf kultur.raum.graz. schauen und vielleicht heißt es ja bald: 3-2-1 deins.
2007-02-23
Die Raubritter schlagen zu...
Vier Euro am Tag, 25 Euro im Monat und 240 Euro im Jahr soll man in der "Grünen Zone" zahlen. Ab Sommer ist es soweit, dann wird kassiert. 25 Euro im Monat, das ist für viele Studenten ein Betrag den man sich nicht leisten kann. Die betroffenen Stadtteile sind Schönau, Karlau, Ruckerlberg, die Kreuzgasse, die Universität und Eggenberg.
Bericht auf ORF ON
Gut man könnte sagen, die Studenten die sich ein Auto leisten können, können sich auch die Parkgebühren leisten. Man sollte das aber ein bisschen differenzierter sehen. Viele Studenten aus Graz-Umgebung und aus anderen Bezirken haben keine andere Wahl als zu pendeln. Die öffentlichen Verkehrsmittel sind vor allem außerhalb der Stadt eher schlecht ausgebaut.
Ja es gibt Studenten die nicht direkt in Graz wohnen, die Mieten sind nicht gerade niedrig, da kommt es günstiger zuhause bei den Eltern zu wohnen und jeden Tag nach Graz zu pendeln.
Tja, so ist das Leben. An uns Studenten denken halt die wenigsten.
2007-02-21
1, 2 Polizei
Bereits am frühen Nachmittag werden sich hunderte Prinzessinen, Kätzchen, Bienen, Cowboys und andere Partytiger in der Grazer Innenstadt versammeln. Ob man mit seinem Kostüm im Trend liegt, entscheidet sich spätestens wenn die Sieger des Kleine Zeitung Faschingsumzuges gekürt werden.
Und für alle, die keinen Preis gewinnen, gibt es zumindest genug Krapfen. Wer dazu dann auch mal das eine oder andere Gläschen Wein trinkt, der sollte jedoch besonders vorsichtig sein. Denn ob auch die Polizei "narrisch guat" drauf ist, ist eher fraglich.
Am Abend geht das bunte Treiben dann im Bermudadreieck, der Oberstadt und dem Univiertel bis in die frühen Morgenstunden weiter.
Faschingsmuffel sollten am Dienstag ihr Haus lieber nicht verlassen. Den Kühlschrank also am besten noch heute befüllen und Oropax besorgen, dann steht einem ruhigen narrenfreien Tag nichts mehr im Weg.
Übertragung des Faschingsumzuges auf ORF 2 ab 13:15
2007-02-12
Graz hat einen Vogel!
Er ist eine Legende. Bis heute konnte kein anderer österreichischer Popstar an seine Erfolge anschließen. Richtig, es geht um Falco. Das war aber nicht sonderlich schwer zu erraten, denn immerhin geistert der "Falke" dieser Tage auch durch alle steirischen Tages- und Wochenzeitungen.
Der Anlass: Falco wäre heuer 50 Jahre alt geworden, hinzu kommt sein Todestag im Februar, der sich 2007 übrigens zum neunten Mal jährt.
Ein guter Grund für seine "Zuerst-ja-aber-dann-doch-nicht"-Tochter Katharina-Bianca Vitkovic, in allen möglichen Blättern dieser Stadt Details über Falcos Privatleben preiszugeben. Ungelegen kommt ihr die enorme Medienpräsenz sicher nicht, wird sie doch in nächster Zeit ein Falco-Lokal in Graz eröffnen.
Bis dahin haben die Grazerinnen und Grazer allerdings noch ein wenig Zeit, um sich auf die tägliche Falco-Dosis vorzubereiten: In den kommenden Tagen gibt es nämlich in vielen Grazer Lokalen eine geballte Ladung an Falco-Tribute-Parties. Am 10. Februar etwa gibt sich Original(!)-Double Michael P. Simoner in der Thalia die Ehre. Wer es etwas weniger chick mag, ist am 16. Februar im ppc besser aufgehoben. Und wer sich traut, im Falco-Aufzug anzutanzen, kommt sogar gratis zu "Rock me, Amadeus!".
Damit man bei diesen Parties aber überhaupt mitreden kann, sollte man sich besser im Vorfeld ein bisschen über den Falken informieren. Zu diesem Zweck hat die "Grazer Woche" eine Biografie abseits langweiliger Eckdaten zusammengestellt.
2007-01-25
Unendliche Reisen mit den GVB
Auf www.gvb.at gibt es einen Routenplaner. Der sagt mir genau, wie ich am schnellsten von A nach B komme. Eine ziemliche einfache und praktische Sache. Also: Ich möchte so gegen 23:00 von der Zinzendorfgasse bei der Uni in die Payer-Weyprechtstraße beim Zentralfriedhof. Schnell eingetippt und auch gefunden. Aber etwas irritiert mich: Ich soll 4 Stunden 32 unterwegs sein?
Im Detail: Ich soll 17 Minuten bis zum Jakominiplatz gehen, dort soll ich mit der Stadtlinie 36 (die ich übrigens noch nie gesehen habe) bis Don Bosco fahren. in Don Bosco warte ich dann auf den 32er. Bis 04.32. Das wird kalt. Dann fahre ich eine Minute und steige wieder aus. Dann muss ich nur noch 11 Minuten gehen und schon bin ich zuhause. Um 04.54. Da geht sich noch leicht eine Stunde Schlaf aus.
O.K., um fair zu sein: Um 23.18 gibt es eine Verbindung, die mich in 21 Minuten durch die Stadt bringt. Die andere Variante fand ich aber irgendwie fantasievoller.
Eine Schüssel voll „Cleopatra“
Das Trailer in der Sporgasse macht vielen Langschläfern und Morgenmuffeln wieder Lust auf Frühstück. Dabei spielt nicht nur die große Auswahl, sondern auch das liebevolle Anrichten von Schinken, Käse und anderen Leckereien eine Rolle. Das Müsli bekommt sein Fruchtkrönchen und Radieschen-Schnitzereien und „Grünzeug“ geben dem Aufschnitt den letzten Schliff. Ein weiterer Grund, wieso man die angeblich „wichtigste Mahlzeit des Tages“ auswärts zu sich nehmen soll, ist die Bedienung. Das Frühstück wird samt Beistelltisch nach kurzer Zeit serviert. Die Bedienung ist freundlich, dezent, aber wirklich aufmerksam. Und wenn man fertig ist, wartet kein lästiger Abwasch mehr. Man geht. Aber halt! Vorher muss noch bezahlt werden: ein Frühstück kostet in etwa so viel, wie eine Kinokarte – zwischen fünf und sieben Euro.
An den Wänden gibt es Filmstars von damals und heute zu bestaunen. Neben Filmgrößen, wie Marilyn Monroe oder John Travolta sind auch jene vertreten, dessen Namen einem grundsätzlich nicht einfällt. Im Trailer können sich Cineasten nicht nur satt sehen, sondern auch essen. Die Speisekarte des Lokals bietet für jeden etwas. Hinter Filmnamen, wie „Matrix“, „Cleopatra“ oder „the italian job“ verbergen sich dann Aufschnitt, Knuspermüsli mit Vanillejoghurt oder jede Menge Prosciutto, Salami und Mozarella. Zu den unterschiedlichen Frühstücksangeboten gibt es: Orangensaft, zwei Stück Gebäck, selbst gemachte Aufstriche, Butter und ein weiches Ei. Kaffee, Tee oder Kakao sind aber beim Preis nicht inbegriffen. Wer es etwas deftiger mag, dem werden auch gebratene Würstchen, Speck und Rührei/Eierspeise angeboten – Cholesterin lässt grüßen. Satt ist man danach auf jeden Fall, auch, wenn es auf den ersten Blick vielleicht anders aussieht. Das täuscht.
Das Lokal selbst ist von der Sorte: „mein zweites Wohnzimmer“. Auf den gemütlichen Ledersitzbänken kann man ab acht Uhr entweder in den neuen Tag starten oder die vergangene Nacht ausklingen lassen. Besonders geeignet sind dafür das dezente Licht und die Musik im Hintergrund. Wie es sich für ein ordentliches Frühstückslokal gehört, gibt es auch Zeitungen und Magazine zur Information, oder ganz einfach nur zum Durchblättern.
Das Publikum besteht speziell aus jungen, aber auch älteren Leuten, die bei einem ausgedehnten Frühstück und langen Gesprächen einige Zeit verweilen. Es ist ein reges Kommen und Gehen zu beobachten. Ab kurz vor Mittag fällt es schon schwer noch einen freien Tisch zu ergattern. Also früh genug aufstehen, denn es lohnt sich.
Cafe-Trailer
Sporgasse 27, 8010 Graz
Tel.: 0316/22 54 49, Mail: office@cafe-trailer.at
Homepage: http://www.cafe-trailer.at/
Frühstück ab 8 Uhr
Opernredoute bekommt Konkurrenz
Es ist wieder so weit – am 27. Jänner steigt die neunte Opernredoute im Grazer Opernhaus. Ein Ball für alle, die das nötige Kleingeld besitzen oder ersatzweise entsprechende Kontakte. Schließlich kostet der günstigste Tischplatz 79 Euro.
Wen das noch nicht vom Hocker reißt – es gibt auch Logen für zehn Personen. Zum Spartarif von 4400 Euro. Inklusive „Champagner und Kanapees – Grundausstattung“. Aha. Was immer darunter zu verstehen ist. Aber die etablierte Veranstaltung ist nun nicht mehr alleiniger Stern am Ballhimmel.
Denn falls das Budget für derartige Vergnügungen ganz einfach fehlt, gibt’s hier heuer eine echte Alternative: Die „VolksHaus Redoute 2007“ der Grazer KPÖ, ebenfalls am 27. Jänner. „Der Ball im Grazer Volkshaus – nicht nur für die unteren Zehntausend". Falls also jemand Luxus, Pomp und Schickimicki satt hat, kann er sich beim „kostengünstigen Ballvergnügen für alle“ amüsieren. Der Reinerlös des Balls geht
an das Haus Rosalie, eine Zufluchtstätte für Frauen, die die Grazer Vinzenzgemeinschaft betreibt. Da lässt sich der nachträgliche Kater mit dem guten Gewissen, etwas Sinnvolles getan zu haben, beruhigen. Moderiert wird das Ganze vom KPÖ-affinen Regisseur Kurt Palm, Musik steuert AustroMex bei. Und die Mitternachtseinlage wird von „Quempas acting a capella“ bestritten. Eine nette Mischung also.
Wer sich trotzdem nach feinerer Gesellschaft sehnt, dem bleibe der Trost: Für Jugendliche und Studenten gibt es den Eintritt zur Opernredoute schon um 60 Euro. Alfons Haider als Moderator inklusive. Und, juhu, eine Antenne Steiermark Disco.
Rock around Graz
Die magere Ausbeute nach fünf Jahre Stadthalle: Bryan Adams, Eros Ramazotti, Simply Red, Iron Maiden, Anastacia, Xavier Naidoo, Depeche Mode und Zucchero. Ein Blick auf den Eventkalender von 2007 zeigt: Heuer gesellt sich (vorerst) kein weiterer Name auf diese Liste.
Das Orpheum bleibt in Graz die erste Adresse für namhafte Künstler. Wer es schon auf die Playlist von Ö3 geschafft hat, weicht in das Schwarz-Freizeitzentrum in Unterpremstätten aus - so wie R.E.M. oder Herbert Grönemayer.
Der Stadthalle bleiben heuer Kongresse, Messen, Tanzperformances und Musicals wie "Bharati" und "Grease". Dazu gesellen sich Roger Whitacker und Andre Rieu. Die steirische Kultband STS begeht im Dezember ihr traditionelles Vorweihnachtskonzert.
Ach ja, Tommy Gottschalk schaut am 8. Dezember mit Wetten, dass ...? zum zweiten Mal vorbei. Er bringt sicherlich einige internationale Stars (Phil Collins? Tina Turner?) mit. Aber auch dort schaut es mit "stage diving" und "crowd surfing" eher schlecht aus.
2006-12-07
Hobbits in der Steiermark
In einem deutschen Schulatlas hat sich ein Fehler eingeschlichen. Wie ORF-ON berichtet zeigt die Steiermarkkarte des Putzger Geschichtsatlas einen Ort "Hobbingen", den es so nie gegeben hat. Außerdem findet sich unter besondere Ereignisse: "1521: Die Ermordung Sarumans, des vormaligen Führers des Weißen Rates".
Die Ortsbezeichnung und das historische Ereignis stammen eigentlich aus Tolkins "Der Herr der Ringe".
Einen Lichtblick für steirische Herr der Ringe Fans haben wir trotzdem. Es gibt kein "Hobbingen" und Saruman wurde auch nicht in der Steiermark ermordet.
ABER... Ein Elfenland, das gibt es schon.
flasche unter flaschen
nichts drin? doch, rum und schon ist's wieder schön, bis morgen, wenn ich dann warte auf die post. sitz' da in meiner kotze, der kopf schmerzt sehr und glotze auf die flasche.
flasche
am nächsten tag, da kommt die post herangespühlt am strand. der durst schon groß, so reiß' ich aus den kork. es stinkt gar sehr, die flasche leer? nicht ganz, da kommt heraus die fee und sagt: "ein wunsch ist dir gewährt". ich traue meinen augen kaum, der fusel ist sehr schlecht für mich und stammle nur ganz zart "scheiße". sie fummelt mit dem stab und ....
fl-post
kein komentar, was kann sein in einer flasche, lust oder frust, hoffnung oder drama, sie kann sein halb leer oder halb voll, der geist ist frei und soll so sein wie wasser, rein.
und da kommt wenigstens die erste flaschenpost.... ich sitze hier auf hawaii- singe das flaschenpostlied, und warte dass flaschen angespült werden. la-la-iaaah-ho-uuaahla-iaaaaaaah-ho. ich warte schon auf die nächste, auf das was spannednes drinnensteht...