Lernprobleme im österreichischen Fußball
Österreich ist im europäischen Fußball tiefste Provinz – nicht nur sportlich. Graz - vor allem der SK Sturm - sticht in den letzten Wochen dabei besonders negativ hervor. Da gibt es Korruptionsvorwürfe gegen Spieler und Trainer. Da gibt es riesige Schuldenberge, die der Verein angehäuft hat. Und da gibt es einen Klubpräsidenten der lauthals einen neuen Hauptsponsor ausruft, ohne irgendwelche Verträge in der Tasche zu haben.
Das Dilemma, in dem der Klub derzeit steckt, ist ein Zusammenspiel aus schlechtem Wirtschaften, mieser Informationspolitik und mangelnder Professionalität in fast allen Bereichen. Der SK Sturm hatte einst in der Champions League und mit diversen Spielerverkäufen Millionen gescheffelt. Doch die Führungsriege hat binnen weniger Jahre nicht nur diese Millionen in den Sand gesetzt, sondern auch einen beträchtlichen Schuldenberg angehäuft. Unlängst beschloss das Land Steiermark zwar eine Haftungsgarantie für die „Blackies“ in der Höhe von 1,2 Millionen Euro, ließ sich dabei aber das Hintertürchen offen, im Falle einer „baldigen Insolvenz“ doch nicht haften zu müssen.
Den Gipfel erreichte die Sturm-Krise vergangene Woche, als Präsident Kartnig den fliegenden Sponsorenwechsel Magnas von der Wiener Austria zum SK Sturm mit Sommer 2007 verkündete. Frank Stronach wollte sich aber partout nicht an eine Abmachung mit Kartnig erinnern. Er gab über Aussendungen bekannt, dass er weder Geld seines Magna-Konzerns, noch sein eigenes in den Klub investieren werde.
Alles in allem ein mieses Spiel mit den Emotionen der Fans. Gerade die sollte der Verein jetzt mit offener Informationspolitik wieder zu versöhnen versuchen. Doch davon kann keine Rede sein: auf der offiziellen Sturm-Homepage findet sich kein einziges Wort über die prekäre finanzielle Situation oder über das Kartnig’sche Verwirrspiel mit Stronach. Gute Informationspolitik sieht wahrlich anders aus. Überhaupt lässt der Verein Professionalität, sowohl in punkto Kommunikation, als auch in punkto Wirtschaftskompetenz vermissen.
Leider sieht es in Rest-Fußball-Österreich nicht viel anders aus. Aus dem Tirol-Crash vor fast vier Jahren scheint niemand etwas gelernt zu haben. So ist es also nur eine Frage der Zeit bis es wieder einen Traditionsverein in Österreich erwischt. Weit scheinen die Grazer davon nicht mehr entfernt zu sein…
.net ?
hat eh gestimmt. sksturm.at ist die offizielle seite, und die ist im artikel verlinkt.
leider nicht
...mal genau schauen, wo .at hinführt...
kleiner tipp: impressum lesen, informieren und dann schreiben.
wie gesagt - inhaltlich/wirtschaftlich gibt´s volle zustimmung
sksturm.at ist wirklich die offizielle seite
liebe südkurve, http://www.sksturm.at ist die offizielle seite von sk sturm. der verein, der im impressum angegeben ist ("VEREINt für STURM")ist kein fanclub, wie man vielleicht auf den ersten blick glauben könnte, sondern ein verein für sk sturm, der einfach die homepage betreibt.
wenn du selbst nachrecherchieren möchtest, hier die telefonnummer des offiziellen sk sturm-büros: 0316/771 771-0.
lg
klugscheißerei
Als Sturm-Insider muss ich hier einmal folgendes klarstellen und südkurve recht geben: www.sksturm.net ist eine Seite "von Fans für Fans". Betrieben wird die Seite also nicht von Sturm, sondern von Fans, die dafür den Verein "VEREINt für STURM" gegründet haben. Das ehrenamtliche Redaktionsteam erhält lediglich Informationen des Vereins, arbeitet meines Wissens nach jedoch vollkommen unabhängig. Die ehemalige OFFIZIELLE Website von Sturm "www.sksturm.AT" wurde nach diversen Querelen mit der Betreiberfirma nicht mehr gewartet, ging vor ein paar Monaten offline und über den Link kommt man nun zu sksturm.net - damit die Verwirrung perfekt ist. Ob www.sksturm.net nun den Titel "offizielle Website" tragen darf, darüber lässt sich streiten. Und eines noch: Mich würde es nicht wundern, wenn selbst die Damen und Herren in der Geschäftsstelle - allen voran Hannes K. - nicht wissen, ob der Verein überhaupt eine (offizielle) Internetseite besitzt.
danke thomas
gehts ja doch...gibt auch leute die ihre infos ned nur von wikipedia beziehen
über die qualität der informationspolitk darf man zurecht meckern...allerdings sollte man dies auch nur tun, wenn man genau recherchiert hat. eine solche recherche hat in diesem fall ganz augenfällig nicht statt gefunden (zugegeben: ein impressum lesen is schon recht anstregend)...ansonsten wäre dem verfasser wohl kaum der fehler unterlaufen die website sksturm.net als die offizielle zu bezeichnen...