Spieglein, Spieglein an der Wand
Das TUG Racing Team gibt es seit 2003 und hat mittlerweile fast 40 Mitglieder. Das Auto dieses Jahres, der TANKIA2006 („There Are No Kangaroos In Austria 2006“), ist laut Projektleiterin Barbara Schlögl „der beste und schönste Rennbolide, den das TU Team je gebaut hat“. Sie ist mit Leib und Seele dabei. Bei der Präsentation des TANKIA2006 konnte sie ihre Tränen nicht zurückhalten. Haymo Niederkofler vom TUG Racing Team ist vom TANKIA2006 ebenso begeistert: „Unser Rennbolide ist eine Ansammlung von tausenden technischen Highlights.“
Auf der anderen Seite der Mur haben die Studenten des Joanneum Racing Teams den jr06 angefertigt. Franz Michael Pinter, technischer Leiter der „FH-Weasels“, ist stolz, dass das Auto fertig ist. Sein Ziel ist es, unter die Top 5 zu kommen. Barbara Schlögl vom TU Team will höher hinaus und gewinnen.
JR vs. TANKIA
Der Konkurrenzkampf zwischen den Grazer Teams ist offensichtlich. Beim Rollout des Tankia2006 nahm jedes Team das Auto des Gegners genauestens unter die Lupe, mit negativer Kritik wurde nicht gespart: „Wie willst du mit diesem Lenkrad irgendwas anfangen?“ oder „Wir sind sowieso besser als die anderen“. Für Barbara Schlögl ist dieser Konkurrenzkampf durchaus positiv: „Teilweise wird das ganze von uns aufgebauscht, aber ein wenig Konkurrenzdenken gehört dazu. Man hat dieselben Sponsoren und der Wettbewerb belebt das Geschäft.“ Johannes Hulatsch, Sponsoringleiter von Joanneum Racing, dazu: „Im Grunde ist es ein technischer Wettkampf, der beide Teams zu Höchstleistungen antreibt. Es gibt natürlich auch einen Wettkampf um öffentliche Auftritte bzw. um Präsenz in der Presse“.
Pinter, technischer Leiter der Weasels, sieht im TU Team keinen wirklichen Konkurrenten. Die Teams seien nicht vergleichbar, denn im Gegensatz zum TU Team wird das Joanneum Racing Team jährlich neu zusammengewürfelt und steht so immer wieder vor einem Neustart.
„Unser Auto ist einfach geil und für mich ist dabei sein das Wichtigste“, betont Pinter, „aber beim Rennen werden wir ihnen extrem auf die Zehen steigen.“
Wer nun der schönste und beste Rennbolide im Steirerland ist, wird aber schlussendlich die Jury der Formula Student entscheiden.
Sehr gut recherchiert, mursurfer.at muss wohl direkt an den Quellen des Grazer Studenten-Motorsports sitzen.