Ein Bombenbuch
Nach dem Zweiten Weltkrieg hatten viele Südtiroler die Hoffnung, dass Südtirol wieder zu Österreich kommen würde. Acht Südtiroler gründeten Ende der 1950er den "Befreiungsausschuss Südtirol" (BAS) - mit dem Ziel den Wiederanschluss an Österreich unbedingt zu erreichen: wenn nötig, mit Gewalt.
Mit "Südtirols Bombenjahre - Von Blut und Tränen zum Happyend" will Hans Karl Peterlini einen Beitrag gegen das Vergessen dieser Zeit leisten: „Wir haben eine Autonomie, die ein großer politischer Erfolg ist. Aber mit dieser Erfolgsgeschichte müssen wir auch die Opfer, die dafür bezahlten, mitnehmen.“

Arbeitet die Südtiroler Geschichte auf: Hans Karl Peterlini (Foto: Innerhofer)
1961 gab es die erste Anschlagsserie des BAS in Südtirol. In der so genannten „Feuernacht“ im Juni erreichte sie ihren Höhepunkt. Insgesamt wurden 37 Strommasten gesprengt, zu den oberitalienischen Industrien wurde die Stromlieferung unterbrochen. Durch diese Gewaltaktionen wurde die Weltöffentlichkeit auf das Problem Südtirol aufmerksam. Es folgte eine Reihe von Verhaftungen und brutale Folterungen der Inhaftierten in den Carabinieri-Kasernen, bis sie ihre Komplizen verrieten.
1964 begannen in Mailand die ersten Südtiroler Sprengstoffprozesse gegen 94 Angeklagte. Da Österreicher an den Attentaten beteiligt waren, wurden auch in Graz Prozesse durchgeführt. Graz wurde deshalb ausgesucht, weil man der Meinung war, dass die Innsbrucker Richter nicht neutral sein würden. Aber auch in Graz waren die meisten Richter und Geschworenen auf der Seite der Südtiroler.
Der Konflikt um Südtirol wurde schließlich durch ein erweitertes Autonomiestatut gelöst. Warum der Kompromiss klappte, erklärt Peterlini so: Im Gegensatz zu den Basken in Spanien hätte die Südtiroler große europäische Nationen als Unterstützer gehabt. Außerdem gäbe es zwischen deutschen und italienischen Südtirolern keine direkte Blutschuld wie in anderen Krisenherden und es ginge nicht um sozialen Probleme oder Glaubenskonflikte. „Weiters hatte die neue italienische Mitte-Links-Regierung der 60er Jahre einen ernsthaften Ansatz, eine gerechte Südtirolpolitik zu betreiben“, so Peterlini.
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Der hot mir a am bestn gfolln... Vielleicht a weil es Thema volle interessant isch...weiter so!
der hot mir am besten gfollen lg p