manches darf nicht erinnert werden
Waren die Wehrmachts-Soldaten im Zweiten Weltkrieg gut oder böse? Waren sie Opfer, Täter, pflichtbewusst? Wie hat sich unser Bild im Lauf der Zeit bis heute verändert? Und warum? „Konstruktionen von Erinnerungen an die Wehrmacht“ ist der Titel einer Veranstaltung heute Abend im Grazer „Büro der Erinnerungen“ am Landesmuseum Joanneum. Zu Gast ist der Wiener Politologe und Wehrmachts-Experte Walter Manoschek.
„Erinnerungen sind etwas Kollektives. Die Gesellschaft entscheidet, was erinnert werden darf und was nicht“, erklärt Elke Murlasists, inhaltliche Leiterin des „Büro der Erinnerungen“. „Werden die Wehrmachtssoldaten gesellschaftlich verachtet, erinnern sie sich ganz anders an ihre Erlebnisse im Krieg, als in einer Gesellschaft, in der sie geschätzt sind.“
„Konstruktionen von Erinnerungen an die Wehrmacht in der 2. Republik“
Dienstag, 20. Juni: 19.00, im Büro der Erinnerungen, Neutorgasse 45
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