Kartnig unter Tränen: "Sturm bringt Konkursantrag ein"
Nach jahrelanger Misswirtschaft ist der finanzielle Kollaps des SK Sturm Graz endgültig besiegelt. Die wochenlangen Verhandlungen zwischen dem zweifachen Meister und der Finanzprokuratur blieben ohne Ergebnis. Wie Hannes Kartnig, (Noch-)Präsident der Grazer, heute unter Tränen bekannt gab, tritt nun Plan B in Kraft: Der Traditionsverein wird morgen dem Finanzamt zuvorkommen und selbst einen Konkursantrag beim Landesgericht Graz einbringen – der "wohl schwerste Gang meiner bisherigen Karriere", so Kartnig. Der letzte Hoffnungsschimmer: Sturm strebt einen 20-prozentigen Zwangsausgleich an, für den ein Finanzbedarf von rund 2,5 Millionen Euro aufzubringen wäre. Der Spielbetrieb soll durch eine einstweilige Verfügung zumindest bis Weihnachten garantiert werden.
Bei der Pressekonferenz zeigte sich der sonst so schlagfertige Kartnig reumütig ("Nehme die Schuld auf mich."), denkt aber weiterhin nicht an Rücktritt: "Ich verlasse kein sinkendes Schiff." Sehr zum Unmut der Fanclubs: "Rettet unseren Lebenszweck und sperrt den dicken Hannes weg!" war im Fansektor beim gestrigen Heimspiel der Grazer gegen Mattersburg (0:0) zu lesen, "Kartnig raus!"-Sprechchöre tönten durch das ganze Stadion.

Medienberichten zufolge sollen drei potente Investorengruppen vor der Tür stehen und die drohende Liqudierung des Traditionsklubs drei Jahre vor seinem 100-jährigen Jubiläum verhindern. Einzige Bedingung: Kartnig, dem in den nächsten Tagen ein Masseverwalter vor die Nase gesetzt wird, räumt seinen Sessel.
auf die Tränen gewartet, das kann er nämlich sehr gut wenn er im ORF zu sehen ist - hat er schon bewiesen, nachdem er den Osim vertrieben hat!