Opernredoute bekommt Konkurrenz
Es ist wieder so weit – am 27. Jänner steigt die neunte Opernredoute im Grazer Opernhaus. Ein Ball für alle, die das nötige Kleingeld besitzen oder ersatzweise entsprechende Kontakte. Schließlich kostet der günstigste Tischplatz 79 Euro.
Wen das noch nicht vom Hocker reißt – es gibt auch Logen für zehn Personen. Zum Spartarif von 4400 Euro. Inklusive „Champagner und Kanapees – Grundausstattung“. Aha. Was immer darunter zu verstehen ist. Aber die etablierte Veranstaltung ist nun nicht mehr alleiniger Stern am Ballhimmel.
Denn falls das Budget für derartige Vergnügungen ganz einfach fehlt, gibt’s hier heuer eine echte Alternative: Die „VolksHaus Redoute 2007“ der Grazer KPÖ, ebenfalls am 27. Jänner. „Der Ball im Grazer Volkshaus – nicht nur für die unteren Zehntausend". Falls also jemand Luxus, Pomp und Schickimicki satt hat, kann er sich beim „kostengünstigen Ballvergnügen für alle“ amüsieren. Der Reinerlös des Balls geht
an das Haus Rosalie, eine Zufluchtstätte für Frauen, die die Grazer Vinzenzgemeinschaft betreibt. Da lässt sich der nachträgliche Kater mit dem guten Gewissen, etwas Sinnvolles getan zu haben, beruhigen. Moderiert wird das Ganze vom KPÖ-affinen Regisseur Kurt Palm, Musik steuert AustroMex bei. Und die Mitternachtseinlage wird von „Quempas acting a capella“ bestritten. Eine nette Mischung also.
Wer sich trotzdem nach feinerer Gesellschaft sehnt, dem bleibe der Trost: Für Jugendliche und Studenten gibt es den Eintritt zur Opernredoute schon um 60 Euro. Alfons Haider als Moderator inklusive. Und, juhu, eine Antenne Steiermark Disco.
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